Tumblelog by Soup.io
Newer posts are loading.
You are at the newest post.
Click here to check if anything new just came in.

April 25 2013

sovielsand
13:13
Werte Freunde der Sonne,

immer wieder gern lassen wir Sie Einblick in unseren internen Briefverkehr nehmen. Wie Ihnen vielleicht bekannt ist, senden Künstler vorab ihre Anforderungen von Dingen oder Menschen, die bei ihrer Ankunft vorhanden sein sollten, sogenannte Rider. Ab und zu sind Glanzstückchen dabei, die wir Ihnen nicht vorenthalten möchten.
Kürzlich erreichte uns folgendes Schreiben:

The following must be provided to the ARTIST:
One (1) Rainbow (Natural displaying itself within nature)
One (1) NBA regulation Basketball hoop with a backboard that has the artists’ face painted on it
Two (2) bottles Zico Coconut Water
One (1) building
One (1) unicorn
Two (2) Disposable Cameras (Very Important)
Four (4) bones from an archeological dig
One (1) Poster of the cast from Workaholics – or – any picture of Adam Demamp
One (1) bag of dreams
One (1) Box of Condoms
One (1) Performance of “Call Me Maybe” by your staff
Three (3) Sleeping Bags made of denim
One (1) Member Odd Future (not Taco)
The Promoter’s girlfriend’s phone number
Any member of Blink-182’s cell phone number
One (1) Map of an imaginary nation where the Artist is President of the World
One (1) Boomerang
Uebel & Gefährlich-Newsletter, 24.04.2013

September 15 2012

sovielsand
22:16
Ey! Im Grunde koennen wir uns - in manchen alltaeglichen Belangen - recht gluecklich schaetzen. Geldnoten, so eklig sie auch sind, wenn man bedenkt, wer sie unter welchen Umstaenden schon in den Pranken hatte, haben zumindest eine angemessene Groesse. Zumindest, wenn man sie mit den im vergangenen Jahrhundert ausgegebenen Passauer "Notpfennigen" vergleicht, die in etwa Briefmarkengroesse besassen. Stellen Sie sich das Gefummel an im Zwielicht liegenden Tresen vor! Bergeweise liegen die zum Bierkauf benoetigten Zettelchen auf der Theke, Barpersonal und durstige Gaeste verbringen den Abend mit dem Abzaehlen von Papierfetzen, anstatt sich aufs Zapfen bzw. Zechen konzentrieren zu koennen. Einmal in den Geldberg gehustet, verteilt sich der Reichtum im ganzen Raum. Nein, so, wie ist es ist, ist es ja zumindest praktikabel.

Und wieso der Stadtkaemmerer von Passau sich diese beknackte Groesse fuer Banknoten ausgedacht hat, das berichtet naechste Woche: Uebel & Gefaehrlich

---

Liebe Liebhaberinnen und Liebhaber der Ausgehkultur.
Erinnern Sie sich? Letzte Woche hieß es an dieser Stelle großspurig: "Und wieso der Stadtkaemmerer von Passau sich diese beknackte Groesse fuer Banknoten ausgedacht hat, das berichtet naechste Woche: Uebel & Gefaehrlich".
Nun, Sie werden sich mit gewisser Wahrscheinlichkeit nicht erinnern, weswegen wir ja auch nochmals so vehement auf diesen Umstand hinweisen. Also: Experten für das historische Geldscheinwesen vermuten, daß besagter Stadtkämmerer selbst Sammler von Banknoten war.
Diese Selbstermaechtigung aus Leidenschaft ist durchaus interessant. Wer Dinge für das Allgemeinwesen herstellt oder verantwortet, sollte sich nicht von persoenlichen aesthetischen Interessen leiten lassen, sondern darauf achten, daß der Kram auch praktikabel bleibt. Wo kaemen wir sonst hin? Ein verrueckter Numismatiker im Vorstand des Muenzpraegeamtes wuerde bestimmen, daß alle 2-Euro-Muenzen nunmehr quadratisch zu sein haetten. Oder wuerfelfoermig. Ein Kuriositaetensammler in der Bundesanstalt für Straßenwesen würde dreieckige Ortsschilder in Frakturschrift aufstellen lassen, nur um als erster dieses voellig verrueckte Verkehrszeichen photographieren koennen! Psychopathen in der EU-Lebensmittel-Kommission wuerden verfuegen, daß das Mindestgewicht der Speisekartoffel 2 Zentner betragen muß! Undsoweiter, undsofort!
Nein, da geriete alles aus den Fugen. Besser ist's, sich auf die grundoede Gaststaettenverordnung zu verlassen, so wie wir es sittig tun.

Nebenbei: Die Mitglieder des "Vereines Deutsche Geldschein- und Wertpapiersammler e.V." treffen sich regelmäßig zu Veranstaltungen (unter anderem 4-mal im Jahr zu Sammlertreffen in Zeuthen).
Punktum.
Uebel & Gefährlich
 
Uebel & Gefährlich-Newsletter, 23.+30.08.2012

August 05 2012

sovielsand
14:55
Stellen Sie sich folgendes vor. In geselliger Runde bricht Schweigen an. All die aermlichen small-talk-Themen sind abgehakt. Hohle Phrasen aufgebraucht. Jeder weiß von jedem, wie weit das Studium ist bzw. wie sehr die Arbeitskollegen nerven. Mieterhoehungen wurden empoert in die Runde geworfen, das "Thema Elbphilharmonie" angerissen  und letztlich jedoch festgestellt, daß man sich in Sachen Kultur rein gar nichts zu sagen hat.

In Situationen wie diese geraet man schnell - auf Banketten, Hochzeitsfeiern oder Betriebsausfluegen mit der Nachbarin steuert man stets in die Pein der Themenlosigkeit. Versuchen Sie doch mal diesen Satz aus: "Die Ziseleure der Skythen waren ja hoechst geachtete Kunsthandwerker, vor allem jene von der Insel Krim." - sollte sich solcherart keine anregende Diskussion entfachen lassen, nutzen Sie notfalls den Augenblick der Verwirrung, um sich moeglichst schnell aus dem Staub zu machen.
Uebel & Gefährlich-Newsletter, 03.08.2012
Reposted bytowserstraycatNeutrumbesenfafnirscavebitstackerFrauJule

February 22 2012

sovielsand
10:07
Play fullscreen

Sehr geehrte Knochengerüste mit Madensättigungsbeilage drumherum und Hohlmurmel oben drauf,
in dem dieser Runzelball jetzt schon wieder Verschaltungen organisiert,
an denen wir gerne teilhaben würden - ja, bitte!

Zur allgemeinen Erbauung, kulturellen Horizont- und Gefäßerweiterung,
zur Einstimmung auf's anstehende Wochenende (doch, gleich ist's geschafft)
oder einfach nur für einen ereignisreichen FEIERabend; zwecks Erfüllung unseres allwöchentlichen Bildungsauftrags,
weil wir uns nie zu schade sind, auf den neuesten heißen Scheiß hinzuweisen,
und weil SIE genau wissen, wovon diese beiden Knaben singen
(wir sehen es jeden Sonntagmorgen in und neben unseren Aborten, Stichwort: Sudelsumpf) - aus all diesen Gründen und warum auch nicht und überhaupt: down down down - dig this, pukeheads!

Bob Dylan & Allen Ginsberg - "Vomit Express"


- Uebel & Gefährlich-Newsletter, 22.02.2012

February 03 2012

sovielsand
10:54
Bevor die geschätzten Musiker unseren Club anlässlich Ihres Gastspieles betreten, wird uns von Ihren süßen Schergen schon Wochen vorher ein 'Rider' genannter Erfüllungskatalog zugesandt. Hier ein paar der bemerkenswertesten Wünsche aka Forderungen aka Wenn-das-nicht-da-ist-spielen-wir-nicht-Drohungen der vergangenen Wochen:

24 langstielige Rosen ohne Dornen

Lebensgroße Modelposter

M&Ms (aber ohne die gelben)

Weiße Socken (gemeint ist: Kokain)

Zehn Quadratmeter Plastikfolie und drei Rollen Gaffa Tape

(ZENSIERT ZENSIERT ZENSIERT)

Neuseeländischer Rapshonig

Eine Flasche Nutella

Grüner Rasen

Sperrholz (1,3cm x 2cm,60cm²) Hammer, breite Nägel, Klettverschluss

Babyöl
Uebel & Gefährlich-Newsletter, 02.02.2012

October 26 2011

sovielsand
11:52
Hoch verehrte Vollversehrte,

auch heute wieder die üblichen Fragen, wir sehen es doch in Ihrem von Schmerz so schön gezeichneten Gesicht:
Warum aufstehen? Warum weitermachen? Was soll das? Wann hört das auf? Wer hilft mir hier raus? Und wieso?

Fragen, auf die wir Ihnen leider keine Antworten geben können. Wir sind doch nur ein einfacher, bescheidener Club mit Zapfhahn, Vortragspodest und HiFi-Anlage. Aber mit CD-Wechsler. Das ist wichtig. Die HiFi-Anlage hat einen CD-Wechsler, die ist topmodern.
Es sind eigentlich auch drei Zapfhähne, um genau zu sein: acht!

Und das Podest, ja gut, da kannst Du ein Dackelrennen drauf veranstalten, so verdammt groß ist das!
Es ist auch ausgeleuchtet mit modernen Lichtern, die sind beweglich, und das sieht so gut aus, da hat schon mancher Mensch geweint, als er seinen Dackel so schön angestrahlt da lang hat rennen sehen.

Unsere Türsteher haben alle studiert: Philosophie, Germanistik, Soziologie und Jura natürlich, und die meisten auch noch Biologie auf Lehramt, damit sie den Gästen unten an der Tür ein bisschen mehr mitgeben können als nur einen Stempelabdruck und ne Kopfnuss.

Unsere Techniker haben nebenbei alle Bands, die sind so berühmt, die gehen gar nicht mehr auf Tour, weil die Leute sich sonst tot trampeln in den Städten.

Und über die engelsgleichen Wesen, die bei uns hinter der Bar oder der Garderobe arbeiten, können wir jetzt nichts erzählen. Aus Gründen. Die Sie. Nichts. Angehen. Oder anders: Wenn Sie wüssten, was wir wissen, würde in ihrem Hirn, wo sich eben noch Fragen gebildet haben wie Stalaktiten, eine Supernova ablaufen, die alles, aber auch wirklich alles...
Uebel & Gefährlich-Newsletter, 26.10.11

September 01 2011

sovielsand
16:29
Sehr geehrte Vollversehrte,


laut Kalendarium ist's heute der erste Tag des Monats September, und das ist scheiße. Denn der September, von Gammelgermanen auch Scheiding, Herbsting oder Holzmonat genannt, ist bekanntlich der Anfang vom Ende.

Am ersten September ist Uropa in Polen einmarschiert, hat Gaddafi die Macht übernommen, starb Martha, die letzte
Wandertaube, in einem Zoo in Cincinnati.

Ab dem ersten September geht einfach immer alles den Bach runter, das merkt man schon am Wetter.

Offiziell geht der Sommer noch bis zum 23. des nun heranbrechenden Kackmonats, aber darauf beharren nur Menschen, für die um fünf nach Mitternacht Morgen Heute ist, und mit denen will man bekanntlich nichts zu tun haben.

Die Wahrheit ist: Der Sommer ist vorbei. Alles stirbt. Wir werden nun im Dunkeln leben.    


Doch es gibt Auswege aus dem Elend, und jene aufzuzeigen ist uns Pflicht und Freude gleichermaßen, also bitte:


1. So oft und hingebungsvoll wie möglich Liebe machen.

2. Sich regelmäßig baccantischen Genüssen widmen, Stichwort Rausch.

3. Sich laben an schöngeistigen Werken jedweder Art.

4. Menschen erkennen, spüren, herzliche Rudel bilden.

5. Möglichst viel Zeit in südlichen Ländern verbringen.

6. Einen Slow-Loris kaufen: www.youtube.com/watch?v=g9f-6jygRJk

7. Generell nicht unterkriegen lassen von den Unbillen des Lebens.

8. Keine Listen lesen und/oder Regeln befolgen.

9. (Hier bitte selber was einfügen, wenn Hirn vorhanden.)

10. Hin und wieder das Uebel & Gefährlich aufsuchen und vor Ort die wohlfeilen Ratschläge 1. bis 4. befolgen.


Mehr können wir derzeit leider nicht für Sie tun.

 
Uebel & Gefährlich–Newsletter, 01.09.2011
Reposted bymushuVonKleistdatenwolfL337hiumn0g100mostBeautifulCouplesIeverKilledumruehrensofiasalphabetmopplethewhale

July 27 2011

sovielsand
18:19
Na und,

wo sind Sie gerade?

WIR sind ja immer hier. Während Sie Urlaub machen, sich zwischen zwei Knechtschaftshalbjahren ein paar hundert Liter Sex On The Beach auf den Burn Out kippen, sind wir hier, damit noch was da
ist, wenn Sie wieder ZURÜCK kommen.

Und selbst wenn wir nicht hier sind, tun wir so, als ob wir hier wären, damit SIE nicht da bleiben, wo Sie jetzt sind. Denn wenn Sie da blieben, könnten wir's auch gleich bleiben lassen, müssten HIER auf jeden Fall nicht mehr sein, was jetzt, wo wir drüber nachdenken, durchaus eine Alternative wäre, denn weg ist auch ein Weg.

Jedenfalls sind wir hier, und wenn Sie weg sein sollten, also nicht hier sind (Sind Sie noch da?), dann sagen Sie uns doch bitte, WO GENAU Sie sich gerade aufhalten! Die drei beknacktesten Urlaubsaufenthalts- orte werden im nächsten dämlichen Rundbrief veröffentlicht und mit Gästelistenplätzen für eine Knallerparty Ihrer Wahl belohnt.

(Die Frage, warum zum Teufel Sie im Urlaub Ihre E-Mails lesen, haben wir uns übrigens aus Gründen verkniffen.)
Uebel & Gefährlich–Newsletter, 27.07.2011
Reposted bymushuhexxe

May 01 2011

sovielsand
09:52
Sehr geehrte Seepferdchen.

Immer wieder beschweren sich Gäste, dass sie auf Konzerten in unserem Club zu lange auf die Künstler warten müssen. Das klingt dann entweder so: "Schon wieder eine Stunde auf die Hauptband gewartet. Das machen die vom Ue&G extra, damit wir mehr Getränke kaufen. Verdammte Abzocker!" Oder auch mal, süß, so: "Alder, Scheise, voll lange gewarded auffe Band letztens da im Kackbunker, die Säue. Schlitz ich auf. Wer macht mit? Aufschlitz-Flashmob morgen um neun!!!"

Hm, ja, is klar.

Jetzt hört mal gut zu, Ihr Klappskallies!

Wie stellt Ihr Euch das eigentlich vor? Dass wir mit einer Pistole im Anschlag im Backstage stehen und die Musiker am Auftreten hindern, damit sich im Club alles schön ins Koma saufen, auf dass wir uns unsere Porsche, Jaguars und S-Klassen endlich bald alle gold lackieren lassen können? Ja?!? So ist das aber nicht. In Wirklichkeit stehen wir mit einer SCHROTFLINTE im Anschlag im Backstage, und versuchen die Musiker auf die Bühne ZU ZWINGEN, damit die endlich ihren Auftritt beginnen, aber DIE LACHEN UNS AUS! Bummeln da so rum. Hauen sich die Bäuche voll. Googeln sich selber. Kritzeln unsere Wände scheckig. Und wenn ihnen dann irgendwann mal langweilig ist, schlendern sie auf die Bühne und LIEFERN DA DERBSTENS AB, klar. Und jetzt sollte man denken: Da ist man doch dankbar als Gast, weil lieber spät als gar nicht, gibt sich voller Demut den schönen Künsten hin, lobt den Club für's tolle Programm - aber nein! Immer wieder nur Hass Hass Hass. Aber wissen Sie was? Das ist uns egal. Stört uns nicht. Lässt uns vollkommen kalt. Wir sehen nämlich auch die Liebe, und die ist stärker.
Uebel & Gefährlich–Newsletter, 21.04.2011

March 23 2011

sovielsand
23:22

Ja genau,

jetzt reden natürlich alle wieder über's Wetter. Wie ja überhaupt ständig über's Wetter geredet wird, denn wenn niemand redet ist Stille, und vor der Stille hat das Menschlein Angst. Ohne das Wetterthema gäbe es sehr oft peinliche Gesprächspausen, und man soll ja nicht denken, dass die Menschen in den peinlichen Gesprächspausen sinnvolle Sachen machen wie einfach mal die Schnauze halten oder ein Liedlein pfeifen oder so. Nein. Die peinliche Stille muss überwunden werden, sonst holt nämlich gleich wieder einer die Axt raus und hackt alles kurz und klein, darum also immer wieder: Wetter.

Das, liebe Empfänger dieses Rundbriefes, wissen Sie natürlich schon alles, weswegen Sie nie nie nie über's Wetter reden. Nun ist es aber so, dass das Wetter sehr schön ist. Nach sechs Monaten Dunkelheit und Kälte stellen sich plötzlich Sonne, Wärme und ein allgemeines Naturerwachen ein. Das macht uns sehr glücklich. Frohlockend und jauchzend stürmen wir aus unserer Trutzburg, knabbern an den Knospen, reiben uns an den jungen Trieben, begrüßen jeden zurückkehrenden Singvogel aufs Herzlichste mit Handschlag und reden, gar nicht peinlich, über's Wetter, indem wir nun sagen: Mensch, geh raus! Raus aus der Stadt. Rauf auf die Wiese. In die Natur. Denn das Schönste kommt zum Schluss: Pflanzen und Tiere reden nicht.

Uebel & Gefährlich–Newsletter, 24.03.2011

January 12 2011

sovielsand
23:44
So,

jetzt wollen wir Ihnen mal ein bisschen Wissen zwischen die Hirnlamellen quetschen. Passt noch, oder?

Also: Warum heißt der Januar wohl Januar? Ja nun, merken Sie auf!

Der römische Gott Ianus nämlich hat oder hatte (so genau wissen wir das nicht) zwei Gesichter. Mit dem einen guckt oder guckte er ins Gestern, mit dem anderen ins Morgen. Und das geht Ihnen als Halbgott oder Halbgöttin sicher auch so im Januar, dass Sie noch ein bisschen zurück blicken auf das bereits überstandene Jahr, aber gezwungenermaßen auch nach vorn, auf das noch zu überstehende Jahr.

Und das, obwohl Sie, wie wir hoffen, nur ein Gesicht haben.

Ja und, jetzt kommt's, quasi Zugabe: Das Wort Ianua ist lateinisch und bedeutet: Tür / Zugang.

Toll, wieder was gelernt.

Ist aber eigentlich völlig schnurz, warum der Januar heißt wie er heißt.

Das eben unverlangt eingebimste Allgemeinwissen also bitte wieder wegsaufen. Leichter läuft sich's besser.
Uebel & Gefährlich–Newsletter, 12.01.2011

January 07 2011

sovielsand
22:37
...

38. Die vielen schönen Frauen, die im Sotiris essen gehen, wollen doch nur mit Fatih Akin ins Bett.

39. Fatih Akin wird überschätzt.

40. Für Fatih Akin würde ich auch eine Deckenlampe spielen.

...

50. Würden sie die richtige Kunst machen, könnten die Künstler auch Hamburger Mieten zahlen.

51. Dittsche gehört in jedes Schulbuch.

...

59. Die halbe Hamburger Schule wohnt doch eh schon in Berlin.

60. Die Hamburger, die nach Berlin gezogen sind, kommen sowiesoalle irgendwann zurück.

...

68. Super, dass Helmut Schmidt überall rauchen darf.

69. Den Raucherbereich im Uebel & Gefährlich kann man nur mit Gasmaske betreten.

...

74. Hamburger Schule? Alles Schnösel - von den Goldenen Zitronen mal abgesehen.

75. Ohne Tocotronic wäre der deutsche Pop nur halb so viel wert.

76. Dirk von Lowtzow ist der Bob Dylan von der Elbe.

...

88. Hamburger Hip-Hop ist tot.

89. Hamburger Hip-Hop wird niemals sterben.

...

96. Ohne Hamburg keine Beatles.

97. Ohne Beatles kein Hamburg.

...

100. Hamburg ist halt nicht Berlin.

 

Hamburger Abendblatt: Ehrlich gesagt ... ungefährliche Äußerungen über die Szene
Reposted byBerlinCalling BerlinCalling

October 14 2010

sovielsand
17:54

Verehrte wunderschöne Biomasse,

warum sind Sie denn jetzt schon wieder so aufgeregt? Woher die Verwirrung, die Unsicherheit, das Ziehen hinterm Brustbein? Bitte beruhigen Sie sich, wir sind doch hier, Rettung ist nah! Denn: Was dem Durchschnittsdeutschen die wochenendliche Fahrt durch die Waschstraße, ist dem übermäßig hervorragend arrangierten Zellhaufen (also Ihnen) der (wenn möglich) tägliche Besuch des so genannten Uebel & Gefährlich, auch genannt: Uebel, geiler Laden, Bunker of Love, Ue&G, Yougie, Sick & Dangerous, Drecksschuppen, wo Du immer krass mit dem Fahrstuhl...
Was wir sagen wollen: Bei uns geht der schmutzige, verbrauchte Mensch hinein und kommt als neuwertiges Glückswesen wieder raus, quasi innere und äußere Waschung – im Eintrittspreis inbegriffen! Hier gibt's die Herzensbildung, die Gemütsruhe, den Seelenfrieden gratis on top. Es sei der Besuch unseres Etablissements zur Veredlung der eigenen Biomasse also dringend anempfohlen, eben nicht nur wegen des Unterhaltungsprogramms und des Rauschmittelangebots, sondern eben auch und vor allem, um, äh, also, ach...
MACHT DOCH WAS IHR WOLLT, IHR FERKEL!

Uebel & Gefährlich–Newsletter, 13.10.2010

June 11 2010

sovielsand
16:32
Ja und dann haben wir, völlig unerwartet –

Was dann letztlich dazu führte, dass –

Natürlich waren alle völlig aus dem –

Und als dann die Polizei kam, ging –

Aber das war dann auch egal.

Nicht schlecht, oder?

Uebel & Gefährlich–Newsletter, 11.06.10

June 04 2010

sovielsand
15:21
Druschba!

Derzeit besonders beliebt: der Rücktritt.

All die Kochs, Köhlers und Cornys treten ab, nach hinten oder seitlich weg, dass es nur so knattert im Dachstuhl der Runkelrepublik. Das finden wir gut. Einfach mal aufhören, alles hinschmeißen, in ein schwarzes Loch springen, Schnauze halten und weg sein – Spitzensache, auf jeden Fall.

Da fallen uns doch gleich ungefähr sechtausendachthunderteinundzwanzig andere Personen des öffentlichen Lebens ein, denen wir ebenfalls den hurtigen Abgang anempfehlen möchten. Denn im Gegensatz zu all diesen Luschen sind wir natürlich wie immer auf: Angriff geschaltet! Krawall gebürstet! Attacke gepolt! Bumm, Tschack, Boing!
Uebel & Gefährlich–Newsletter, 04.06.10
Reposted byhexxefinkregh

May 08 2010

sovielsand
20:05
Schönen guten Tag auch Alle miteinander.

Eine der größten Absonderlichkeiten unseres Gewerbes sind die so genannten Rider. Ein Rider ist eine Art Merkzettel, den die Musikgruppe dem Veranstalter voraus schickt, damit der Veranstalter weiß, was die Musikgruppe für ihren Auftritt so braucht. Generell eine gute Erfindung, die allen Beteiligten ein paar dumme Gesichter erspart. Ein Rider hat es jedoch meist besonders in sich: der Catering Rider, der Wunschzettel der Künstler in Sachen Verpflegung. Er macht im Vorneherein klar, dass man sich auf der beschwerlichen Konzertreise nicht mit drei Nudeln und einer sprechenden Semmel abfrühstücken lassen möchte, dass das Bier kalt und in ausreichenden Mengen vorhanden sein möge, ein Schlückchen Wasser nicht schaden könne usw. usf. Diese Anregungen sind leider notwendig, denn nicht alle Veranstalter sind so edelmütig und über alle Maßen gastfreundlich wie wir. Bei manchen verhungern sogar die Kakerlaken.

Aber leider – und es wird schlimmer und schlimmer – arten die Rider genannten Wunschlisten der Musiker immer öfter aus. Da spielt sich noch die kleinste Potsdamer Hobbyband auf, als sei sie Madonna im Rudel. Was da zuweilen gewünscht wird – nicht gewünscht, es wird gefordert, nein: befohlen! Obamabesuch nix dagegen. Massenhochzeit Kinderpicknick. Man macht sich keine Vorstellungen. Aber interessant, denn man kann sagen: Je übertriebener und unverschämter der Catering Rider, desto langweiliger und nichtssagender die Band. Das stimmt zwar nicht immer, aber meistens. Der Umkehrschluss trifft jedoch jederzeit:

Entspannter Rider = Spitzenband.

So zum Beispiel der Verpflegungswunschzettel der Musikgruppe GARY, die gerade mit ihrem neuen Hit 'Leave Me' von sich Reden macht und heute ein Konzert bei uns gibt. Der Gary-Rider geht so:

Essen: Gary sind, inklusive Support zu neunt, essen allesamt Fleisch und besonders gerne lokale Spezialitäten (auch wenn diese kein Fleisch enthalten). Gary finden Ankunftsschnittchen gut und sind auch Obst und Süßwaren aller Art nicht abgeneigt.
Getränke: Bier (BITTE KEIN KROMBACHER!!) / Wasser (mit und ohne Kohlensäure) / Zwei Flaschen Weißwein / Zwei Flaschen Rotwein / Schnaps / Fenchel oder Salbeitee

Selbstredend, dass wir nach so einem feinen, geradezu poetischen Rider auffahren, bis sich die Tische biegen. Und dann stellen wir noch ein paar mehr Tische ins Backstage, für den Schampus. Was glauben Sie denn?
Uebel & Gefährlich–Newsletter, 07.05.10
Reposted byfinkregh finkregh

April 16 2010

sovielsand
17:37
Sehr geehrte Empfänger,

sicher wachen auch Sie nach einer wilden Nacht oft auf mit einem gleißenden Glücksgefühl, können sich aber an nichts erinnern, werden darüber traurig, bekommen Kopfschmerzen und verbringen den Rest des Tages in stumpfer Agonie. Das muss nicht sein!

Bitte sehen Sie sich in solchen Momenten diesen Film an:



So war's. Immer.

   
Uebel & Gefährlich–Newsletter, 16.04.10
Reposted byWunderwerks Wunderwerks

April 09 2010

sovielsand
15:49

Guten Was-ist-heute-nochmal-fürn-Tag?

Wie auch immer, möge er Ihnen der beste sein, den Sie jemals hatten, und morgen dann noch besser und übermorgen noch besser und immer so weiter, bis Sie's nicht mehr aushalten vor Glück, und dann bringen Sie sich mal so richtig schön in Schwierigkeiten, für's innere Gleichgewicht.

Gleichgewicht ist unsere Sache nicht. Hier hat alles immer eine heftige Schlagseite zum Spektakulären, Enormen, Unglaublichen – wir können nichts dagegen tun. Dabei ist Langeweile ja so heilsam. Einfach mal Rumliegen und nichts tun. Stichwort Müßiggang. Früher oder später kommt man dann auf Gedanken, die einen sofort wieder in Senkrechte kugeln. Und dann geht das so richtig los mit den Schwierigkeiten, lustig.

Was war doch gleich noch mal das Thema hier?

Uebel & Gefährlich–Newsletter, 09.04.10
Reposted bylisahannes

March 19 2010

sovielsand
17:23

Übrigens:

Wer nichts zu sagen hat, redet übers Wetter.

Wir natürlich nicht. Wir reden über die Knospen, die gestern gegen poröse Menschenkörper knallten; porös wegen des lang anhaltenden Lichtenzugs. Dann auch noch Sonne. Generelle Wetterwärme. Und so ein Duft in der Luft. Alle waren völlig verstört. Ist das jetzt das, wovon unsere Großeltern immer erzählt haben? Frühling? Und wenn ja: Was macht man damit?

Fürderhin merkwürdig: Die ausgemergelten Hasen, Schwäne und Enten, die in Scharen über Wiesen wankten. Sollte man denen mit dem Schneeschieber die Schädel zerschmettern, weil Zombies? Oder waren's am Ende doch nur Überlebende der Eiszeit?
Man selber sieht ja auch nicht besser aus. Zum Glück hat sich das heute alles wieder erledigt. Wetter scheiße. Kalt wird's auch.

Uebel & Gefährlich–Newsletter, 19.03.10

March 13 2010

sovielsand
00:09

Guten Freitag.

Unser Thema Heute: der Baumhummer.

Der Baumhummer ist ein längliches, nacktes Insekt, das nicht fliegen kann. Er ist dem Menschen also zum Verwechseln ähnlich. Doch während die Menschheit noch immer an ihrer Vernichtung arbeitet, galt der Baumhummer bereits als ausgestorben. Schuld waren die Ratten. Und das kam so:

Jahrhunderte lang lebten die Baumhummer gut gelaunt auf der Lord-Howe-Insel, einem Eiland in der Tasmanischen See zwischen Australien und Neuseeland. Doch dann, im Jahr 1918, versank ein Schiff vor der Insel im Meer. Die Schiffsratten retteten sich an Land, vertilgten die Baumhummer, vermehrten sich – und irgendwann waren alle Baumhummer weg. Ausgestorben. Dachte Mensch. War aber falsch. Denn einige wenige Baumhummer hatten sich unter einem Busch versteckt, auf einem Felsen im Meer vor der Lord-Howe-Insel.
Nun wurden sie von ihren Brüdern, den Menschen, dort gefunden, aufgepäppelt und zur Fortpflanzung animiert. Toll: Bald sollen die Baumhummer wieder zurück nach Hause, auf ihre Insel befördert werden. Vorher müssen wohl noch ein paar Ratten ins Gras beißen.

Und was lernen wir daraus?

1. Es gibt auch gute Menschen.

2. Lieber Baumhummer sein als Ratte.

3. Es ist ratsam, immer einen Busch auf einem Felsen im Meer parat zu haben, denn man kann nie wissen was als nächstes untergeht.

Hier kommen wir ins Spiel – Ihr warmer Club hoch oben im Felsbunker, inmitten der tosenden See.

Uebel & Gefährlich–Newsletter, 12.03.10
Reposted bycyrus cyrus
Older posts are this way If this message doesn't go away, click anywhere on the page to continue loading posts.
Could not load more posts
Maybe Soup is currently being updated? I'll try again automatically in a few seconds...
Just a second, loading more posts...
You've reached the end.

Don't be the product, buy the product!

Schweinderl