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October 28 2011

sovielsand
10:58
Man wird überwältigt vom Klischee: Der ganze Prenzlauer Berg ist mehr oder weniger Mitte dreißig und hat mehr oder weniger Kinder. Es ist sicher nicht so, jede Statistik hält ja dagegen, dass plötzlich Abermillionen Kinder von Eltern mit Abitur geboren werden in der Bundesrepublik. Es ist nur eben so, dass sie offenbar alle nur hier wohnen wollen. Oder im Nordend, im Glockenbachviertel, in Eimsbüttel, in der Neustadt - oder wie das Viertel in Ihrer Stadt heißt, wo Eltern fünfzehnhundert Euro für einen Kinderwagen ausgeben und die Jungen Leopold, aber nicht Marvin heißen.
FAZ: Am Prenzlauer Berg - Gibt’s ein richtiges Leben im Richtigen?
Reposted byBanditstowserBerlinCalling

July 24 2011

sovielsand
11:19

Es bleiben zwei Platten und die große, schmerzhafte Ungerechtigkeit, dass hier jemand, der so viel Talent besaß und so viel Eigensinn und Stil, es nicht geschafft hat zu überleben, um noch einmal zurückzukommen. So wie Johnny Cash zurückkam. Man hätte sich jetzt schon drauf freuen können, welche Platten Amy Winehouse in vierzig Jahren aufnehmen würde. Große Lieder vom Rande der Nacht, vom Hinfallen und Aufstehen, von Fehlern, aus denen man nichts gelernt hat außer guten Pointen.

Es ist furchtbar schade, dass wir diese Lieder nie hören werden. Es ist furchtbar schade um Amy Winehouse.

Tobias Rüther: Zum Tod von Amy Winehouse – Du weißt, ich bin nicht gut
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feedback2020-admin
04:05

April 12 2011

sovielsand
20:09
(...) ich erlebe Facebook als eine Möglichkeit für Leute, die man ohnehin nicht für besonders hell hielt, durch unentwegtes Absondern sogenannter Postings unter Beweis zu stellen, dass es noch viel finsterer um sie steht.
— Peter Richter, FAS, 10.04.2011
Reposted bybbdraindancer

February 17 2011

sovielsand
23:31

Erneute Wende im Abschreibskandal um Bundesverteidigungsminister KT von und zu Guttenberg: Nicht der beliebte CSU-Politiker habe von der FAZ Textpassagen übernommen, nein: Es war exakt andersherum. Die Frankfurter Allgemeine Zeitschrift griff 1997 auf einen Schulaufsatz des jungen zu Guttenberg zurück, für den dieser seinerzeit einen lachenden Smiley ins Heft gemalt bekam. Der stellvertretende Direktor der alten Grundschule des Ministers, Yakshit Warnkross, veröffentlichte vor wenigen Minuten auf der Enthüllungsplattform WikiLeaks die komplette Abhandlung des jungen zu Guttenberg zum Thema “Der Genpool im Saarland und seine eng bemessenen Grenzen”, aus der die FAZ nachweislich und völlig ohne Fußnoten zitiert hat.

Quelle: Thilo Sarrazins Handbuch für Statistiker ohne Realitätsbezug

LateLine: Doktorspiele
Reposted byverschwoerersilenius

December 07 2010

sovielsand
19:19

Mit fast schon altmodischer Gewissheit unterstellt der Hacker, dass hinter jeder Oberfläche auch etwas liegt, das es zu entbergen gilt. Schon Georg Simmel entlarvte das als Irrtum: „Aus dem Geheimnis nun, das alles Tiefere und Bedeutende beschattet, wächst die typische Irrung: alles Geheimnisvolle ist etwas Wesentliches und Bedeutsames.“ Oder, wie es der Satiriker Jon Stewart in dieser Woche formulierte: „Dass ich etwas nicht weiß, bedeutet, dass es mir jemand verheimlicht.“

(...)

Auch die Enthüllungen von Wikileaks folgen diesem Muster, und es ist schon erstaunlich, wie wenig eine überwältigte Öffentlichkeit der simplen binären Logik misstraut, die ihnen zugrunde liegt. Die komplexe Natur der Verschwörung, das vielschichtige Spiel der Geheimdienste mit gegenseitigen Antizipationen, der taktische Umgang mit dem Wissen der anderen: all das geht in der Aufregung um die Inhalte der Depeschen völlig unter. Dabei ist schon die enorme Menge der Daten ein einziges Ablenkungsmanöver: Vor lauter Suche nach immer brisanteren Details kommt niemand mehr dazu, die Relevanz der Informationen zu hinterfragen oder die Interessen, die hinter einer solchen Veröffentlichung stecken könnten. Den prüfenden Journalisten geht es genauso wie den Hackern: Schon weil es so aufwendig ist, das Material richtig zu lesen, muss es brisant sein. Nicht anders funktioniert investigative Recherche im Allgemeinen: Je unzugänglicher eine Information, je konspirativer die Treffen, desto relevanter müssen sie sein.

FAZ.NET: Wikileaks-Gründer Assange – Ein Superstar der Sichtbarkeit
Reposted bytowser towser

November 18 2010

sovielsand
12:16

Immerhin leben wir in einem Land, in dem das Laminat, ein Holzimitat aus Kunststoff, zum meistverkauften Fußbodenbelag geworden ist. Es ist billiger als Parkett, dafür hat es auch die federnden Eigenschaften eines Trampolins und ist bewundernswert kratzempfindlich und kurzlebig, also letztlich doch teurer als das Holz, das es ersetzen soll. Betreten kann man solche Wohnungen immer nur so zaghaft, wie man dort auch gegen Trockenbauwände pocht: Jedes Pappmodell von Thomas Demand wirkt stabiler und statisch vertrauenerweckender als die hauchdünnen, insgesamt keksartig wirkenden Putz- und Rigipsmembranen, die heute die klassische Wand ersetzen sollen.

Die moderne Psychologie hat noch gar nicht analysiert, was es für das Geborgenheitsgefühl bedeutet, wenn das, was Walter Benjamin einmal den Taktsinn genannt hat, das Gefühl für die Haptik und die Vertrauenswürdigkeit der Dinge, so hartnäckig übertölpelt wird. Mit den gedämmten Neubauten vor der Stadt ändert sich das Gefühl für das, was ein Haus ist. Jahrhundertelang war die gemauerte Wand das Solide, die Glasscheibe das Fragile. Man ermahnte Kinder, nicht mit dem Fußball auf die Wohnzimmerscheibe zu zielen, sondern nur gegen die Wand. Heute ist es umgekehrt: Modernes Sicherheitsglas hält es sogar aus, wenn man rückwärts mit dem SUV hineinfährt; die Wärmedämmverbundwand zerfällt schon beim Beschuss mit normalen Fußbällen in unansehnliche Einzelteile.

FAZ.NET: Wärmedämmung: Die Burka fürs Haus

Wohnen, Dämmen, Lügen: Am deutschen Dämmstoffwesen soll das Weltklima genesen. Was der neue Fassadenstreit über unser Land verrät und warum Vollwärmeschutz das Gegenteil von Fortschritt ist.
Reposted byblaueslichtacidtetraltowserjulipfeffer-salzflopsboxYYY

September 26 2009

sovielsand
10:17
Im besten Fall altert man gemeinsam mit den Stammlesern; im schlimmsten vergrault man auch sie, wenn man etwa wie "de:bug" hartnäckig an der eigenen Abschaffung arbeitet und immer wieder der Gegenwartskultur die Relevanz abspricht.
Popmusikzeitschriften: In der Zeitgeistschleife - Feuilleton - FAZ.NET

September 13 2009

sovielsand
12:33

Opdenhövel sagte zu einer Begleiterin Hans-Martins (#hassmartin), dass es ja besser sei, viel Geld zu gewinnen als viele Freunde, und als sie freundlich in die Falle tappte und widersprach, viele Freunde seien ja auch ganz schön, forderte er das Publikum auf, per Applaus zu demonstrieren, für wen sie sind. Sie waren für Raab.


F.A.Z.-Community – Schlag den Raab: Wie man eine halbe Million er- und alle Sympathien verspielt

September 07 2009

sovielsand
17:44

Es ist immer auch die Schuld des Publikums, dass wir Bilder wie das von Obama nicht haben. Vielleicht liegt darin aber etwas Tröstliches. In all den Kurzarmhemden, randlosen Brillen, schiefen Lächelmündern, eckigen Gesten und zu groß geschnittenen Anzügen unserer Politiker. Natürlich wäre es schön, wenn es von Frank-Walter Steinmeier auch so großartige Fotos gäbe, zumal er mindestens so viele Berater hat wie Obama. Und natürlich ist es schade, dass Steinmeier nicht Obama ist und so gar nichts von ihm hat. Schlimmer wäre aber, wenn er es versuchen würde. Mit Anne Will tanzen oder so. Beim Sommerinterview nach Wespen schlagen. Gewagte Bilder produzieren. Jazz auf Fotos.

Wenn unsere Politiker unkonventionell sein wollen, kommt Claudia Roth heraus.

Deutscher Expressionismus.

Ikonographie eines Präsidenten: Obama sitzt - Kunst - Feuilleton - FAZ.NET
Tags: obama faz word 0909
Reposted bySahnesuppeantifuchslittowoFreXxX

July 22 2009

sovielsand
21:14
Der ältere Sozialdemokrat hat das unantastbare Grundrecht auf eine junge Partnerin.
Herzblatt-Geschichten: Liederlich gekleidet - Herzblatt-Geschichten - Gesellschaft - FAZ.NET
Tags: spd faz 0709
Reposted byfinkregh finkregh
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